GmbH-Buchhaltung: die Besonderheiten gegenüber dem Einzelunternehmen

Besonderheiten der GmbH-Buchhaltung gegenüber dem Einzelunternehmen: Bilanz statt EÜR, Gehalt statt Entnahme, Körperschaftsteuer, E-Bilanz und Offenlegung.

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Buchhaltung & Belege
Für
UG und GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine GmbH oder UG führt immer doppelte Bücher und stellt jedes Jahr Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung auf, auch bei kleinstem Umsatz (§ 13 Abs. 3 GmbHG, § 6, § 238 und § 242 HGB).
  • Eine Privatentnahme gibt es in der GmbH nicht: Geld geht als Gehalt über die Lohnabrechnung, als Darlehen oder als beschlossene Ausschüttung an die Gesellschafter.
  • Auf ihren Gewinn zahlt die GmbH selbst 15 % Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ohne Freibetrag; nach § 23 KStG sinkt der Körperschaftsteuersatz ab 2028 jedes Jahr um einen Punkt bis auf 10 % ab 2032.
  • Ist das Geschäftsjahr das Kalenderjahr, stellt eine kleine GmbH den Abschluss 2026 spätestens bis 30. Juni 2027 auf und übermittelt ihn bis 31. Dezember 2027 an das Unternehmensregister; das Finanzamt bekommt ihn als E-Bilanz.
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Illustration: aufgeschlagenes Kontobuch mit zwei leeren Seiten, darauf eine Lesebrille, daneben eine Tischuhr ohne Ziffern kurz vor zwölf
Inhalt · 7 Abschnitte
  1. 01Einzelunternehmen und GmbH im direkten Vergleich
  2. 02Warum die GmbH immer bilanziert
  3. 03Geld für dich: Verrechnungskonto und Lohnabrechnung
  4. 04Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer statt Einkommensteuer
  5. 05Vom Stichtag bis zum Unternehmensregister: die Termine für 2026
  6. 06Selma und Henning: vier Dezember-Vorgänge, zweimal gerechnet
  7. 07Sechs Aufgaben für das erste Geschäftsjahr der GmbH

Eine GmbH oder UG kann ihren Gewinn nie mit einer Einnahmenüberschussrechnung ermitteln. Sie führt von Anfang an doppelte Bücher, stellt jedes Jahr eine Bilanz auf und legt den Abschluss beim Unternehmensregister offen. Drei weitere Unterschiede kennt das Einzelunternehmen nicht: Geld kommt nur mit Vertrag oder Beschluss bei den Gesellschaftern an, ein Geschäftsführergehalt läuft über die Lohnabrechnung, und die Steuer auf den Gewinn schuldet die Gesellschaft selbst. Belege, Aufbewahrung und Umsatzsteuervoranmeldung bleiben dagegen so, wie du sie kennst.

Einzelunternehmen und GmbH im direkten Vergleich

Wie die linke Spalte im Alltag aussieht, zeigt Buchhaltung für Selbstständige.

Einzelunternehmen
GmbH oder UG
Gewinnermittlung
meist EÜR (§ 4 Abs. 3 EStG); eine Bilanz nur, wenn das HGB oder das Finanzamt nach § 141 AO sie verlangt
immer doppelte Buchführung mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, egal wie klein
Wann ein Vorgang zählt
in der Regel im Jahr, in dem das Geld fließt (§ 11 EStG)
im Geschäftsjahr, zu dem er gehört, egal wann gezahlt wird (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB)
Geld für dich
Entnahme, jederzeit und ohne Beschluss; kein Gehalt
Gehalt über die Lohnabrechnung, Darlehen oder Ausschüttung, jeweils mit Vertrag oder Beschluss
Steuer auf den Gewinn
Einkommensteuer; bei Gewerbe Gewerbesteuer nach 24.500 € Freibetrag, dafür Ermäßigung der Einkommensteuer (§ 35 EStG)
Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer ohne Freibetrag und ohne Ermäßigung
Abschluss
Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung
Jahresabschluss, ans Finanzamt als E-Bilanz
Öffentlich
keine Zahlen
Jahresabschluss im Unternehmensregister

Warum die GmbH immer bilanziert

Die GmbH gilt als Handelsgesellschaft (§ 13 Abs. 3 GmbHG). Was für Kaufleute gilt, gilt auch für Handelsgesellschaften (§ 6 Abs. 1 HGB), und jeder Kaufmann muss Bücher führen (§ 238 Abs. 1 HGB). Zum Start gehört eine Eröffnungsbilanz, danach für jedes Geschäftsjahr eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (§ 242 HGB). Die Befreiung für kleine Betriebe in § 241a HGB gilt nur für Einzelkaufleute. Eine GmbH mit 20.000 € Umsatz bilanziert also genauso wie eine mit zwei Millionen. Über § 140 AO reicht die Pflicht ins Steuerrecht hinein, und weil die EÜR nur wählen darf, wen kein Gesetz zu Büchern verpflichtet (§ 4 Abs. 3 EStG), bleibt kein Spielraum.

Für die UG gilt dasselbe, denn sie ist eine GmbH mit Stammkapital unter dem Mindestbetrag (§ 5a Abs. 1 GmbHG). Zusätzlich bildet sie eine gesetzliche Rücklage. Buchen darf eine Kanzlei, aber dafür sorgen, dass ordentlich gebucht wird, müssen die Geschäftsführer (§ 41 GmbHG).

Was sich im Alltag gegenüber der EÜR ändert

Der größte Unterschied ist der Zeitpunkt. Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres gehören in dessen Abschluss, egal wann Geld fließt (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB). Was die GmbH im Dezember geliefert und abgerechnet hat, steht am Stichtag als Forderung in der Bilanz, wenn der Kunde erst im Januar zahlt; eine offene Eingangsrechnung fürs alte Jahr steht dort als Verbindlichkeit. Zahlt sie vor dem Stichtag für eine Zeit danach, etwa eine Jahreslizenz, wird der Anteil für das neue Jahr zum aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (§ 250 Abs. 1 HGB). Steuerlich darf er entfallen, wenn die Ausgabe 800 € nicht übersteigt und die GmbH das in allen solchen Fällen einheitlich so hält (§ 5 Abs. 5 Satz 2 EStG). Für ungewisse Verbindlichkeiten bildet sie Rückstellungen (§ 249 Abs. 1 HGB), und zum Schluss jedes Geschäftsjahres gehört ein Inventar dazu, eine Liste von Vermögen und Schulden mit Werten (§ 240 HGB).

Geld für dich: Verrechnungskonto und Lohnabrechnung

Die GmbH hat eigene Rechte und Pflichten (§ 13 Abs. 1 GmbHG). Ihr Geld ist ihres, auch wenn dir alle Anteile gehören. Zu dir kommt es als Gehalt, als Darlehen oder als beschlossene Ausschüttung; was jeweils vorher feststehen muss und wie jeder Weg besteuert wird, steht unter Geld aus der GmbH entnehmen.

In den Büchern laufen Zahlungen zwischen dir und der Gesellschaft über ein Gesellschafterverrechnungskonto. Bezahlt die GmbH etwas Privates für dich, steht dort eine Forderung gegen dich, bis du sie ausgleichst. Bleibt sie stehen, ohne dass ernsthaft mit Rückzahlung zu rechnen ist, kann das Finanzamt sie als verdeckte Gewinnausschüttung werten.

Mit Anstellungsvertrag ist die GmbH Arbeitgeberin ihrer Geschäftsführung. Sie behält bei jeder Lohnzahlung Lohnsteuer ein, führt für jede Person ein Lohnkonto (§ 38 Abs. 3, § 41 Abs. 1 EStG) und übermittelt die Lohnsteuer-Anmeldung spätestens am zehnten Tag nach dem Anmeldungszeitraum, grundsätzlich dem Monat (§ 41a EStG). Das Bruttogehalt ist Personalaufwand und senkt den Gewinn. Ob Sozialversicherungsbeiträge dazukommen, klärt bei Gesellschafter-Geschäftsführern ein Statusverfahren der Deutschen Rentenversicherung Bund (§ 7a Abs. 1 Satz 2 SGB IV).

Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer statt Einkommensteuer

Die GmbH ist selbst körperschaftsteuerpflichtig (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG), und ihre Tätigkeit gilt stets als Gewerbebetrieb (§ 2 Abs. 2 GewStG). Gewerbesteuer fällt deshalb auch an, wenn dieselbe Arbeit im Einzelunternehmen freiberuflich wäre, etwa bei Übersetzern oder Ingenieurinnen.

Steuer
Satz
Grundlage
Körperschaftsteuer
15 % des zu versteuernden Einkommens bis 2027; 14 % für 2028, 13 % für 2029, 12 % für 2030, 11 % für 2031, 10 % ab 2032
§ 23 Abs. 1 KStG, geprüft am 25. September 2026
Solidaritätszuschlag
5,5 % der Körperschaftsteuer, ohne Freigrenze
§ 3 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3, § 4 SolzG
Gewerbesteuer
Gewerbeertrag × Messzahl 3,5 % × Hebesatz der Gemeinde, ohne Freibetrag
§ 11 Abs. 1 und 2, § 16 Abs. 1 GewStG

Abziehen darf die GmbH keine der drei Steuern (§ 10 Nr. 2 KStG, § 4 Abs. 5b EStG), gerechnet wird deshalb vom Gewinn vor Steuern. Ein vereinfachtes Beispiel für 2026, ohne Hinzurechnungen und Kürzungen (§§ 8 und 9 GewStG). Der Hebesatz von 400 % ist eine Annahme, den echten legt jede Gemeinde selbst fest:

Posten
Betrag
Gewinn vor Steuern
100.000 €
Körperschaftsteuer 15 %
15.000 €
Solidaritätszuschlag 5,5 % von 15.000 €
825 €
Gewerbesteuer-Messbetrag 3,5 % von 100.000 €
3.500 €
Gewerbesteuer 400 % von 3.500 €
14.000 €
Steuern zusammen (15.000 + 825 + 14.000)
29.825 €
Bleibt in der GmbH (100.000 − 29.825)
70.175 €

Das Geschäftsführergehalt ist in diesem Gewinn schon abgezogen. Statt der Einkommensteuererklärung übermittelt die GmbH eine Körperschaftsteuererklärung (§ 31 Abs. 1a KStG). Warum ein Einzelunternehmer bei gleichem Gewinn weniger Gewerbesteuer spürt, zeigt der Beitrag zum Gewerbesteuer-Freibetrag.

Vom Stichtag bis zum Unternehmensregister: die Termine für 2026

So liegen die Termine für eine kleine GmbH, deren Geschäftsjahr das Kalenderjahr ist:

Termin
Was
Grundlage
Do, 31. Dezember 2026
Abschlussstichtag, Inventar
§ 240 Abs. 2 HGB
Mi, 31. März 2027
Aufstellung des Jahresabschlusses, Grundregel
§ 264 Abs. 1 Satz 3 HGB
Mi, 30. Juni 2027
Aufstellung spätestens, für eine kleine GmbH, wenn das dem ordnungsgemäßen Geschäftsgang entspricht
§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB
Mo, 2. August 2027
Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung ohne Kanzlei, weil der 31. Juli ein Samstag ist
§ 149 Abs. 2, § 108 Abs. 3 AO
Di, 30. November 2027
Beschluss der Gesellschafter über Feststellung und Ergebnisverwendung, kleine GmbH
§ 42a Abs. 2 GmbHG
Fr, 31. Dezember 2027
Offenlegung: festgestellten Abschluss an das Unternehmensregister übermitteln
§ 325 Abs. 1 und 1a HGB
Di, 29. Februar 2028
Steuererklärungen, wenn eine Kanzlei sie erstellt
§ 149 Abs. 3 AO

Was die Geschäftsführer übermitteln müssen (§ 325 Abs. 1 HGB), hängt an der Größe. Klein oder kleinst ist eine GmbH, die an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen jeweils mindestens zwei von drei Grenzen nicht überschreitet; nach einer Neugründung zählt schon der erste (§ 267 Abs. 4 HGB).

Kleine GmbH
Kleinstkapitalgesellschaft
Grenzen seit dem Geschäftsjahr 2024
7,5 Mio. € Bilanzsumme, 15 Mio. € Umsatz, 50 Arbeitnehmer (§ 267 Abs. 1 HGB)
450.000 € Bilanzsumme, 900.000 € Umsatz, 10 Arbeitnehmer (§ 267a Abs. 1 HGB)
Anhang
ja
entfällt, wenn bestimmte Angaben unter der Bilanz stehen (§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGB)
Lagebericht und Abschlussprüfung
nein (§ 264 Abs. 1 Satz 4, § 316 Abs. 1 HGB)
nein
Was ins Register geht
Bilanz und Anhang (§ 326 Abs. 1 HGB)
nur die Bilanz, auf Verlangen zur dauerhaften Hinterlegung, nach einer Mitteilung über die Größe (§ 326 Abs. 2 HGB)

Achtung

Nach Ablauf der Jahresfrist führt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren gegen die Geschäftsführer, möglich ist es auch gegen die GmbH. Es droht ein Ordnungsgeld von 2.500 € bis 25.000 € an und setzt sechs Wochen Frist ab Zugang; ein noch nicht aufgestellter Abschluss hält das nicht auf (§ 335 Abs. 1 und 3 HGB). Wer erst nach den sechs Wochen offenlegt, bekommt das Ordnungsgeld herabgesetzt, als kleine GmbH auf 1.000 €, mit Hinterlegung als Kleinstkapitalgesellschaft auf 500 € (§ 335 Abs. 4 HGB).

Die E-Bilanz: dieselben Zahlen als Datensatz

Ans Finanzamt gehen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht als PDF, sondern elektronisch nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz (§ 5b Abs. 1 EStG), für das Geschäftsjahr 2026 samt unverdichteten Kontennachweisen mit Kontensalden. Die Werteentwicklung des Anlagevermögens gehört schon seit dem Wirtschaftsjahr 2017 als Mussfeld zum Datensatz; das vollständige Anlagenverzeichnis kommt als Pflicht erst für Wirtschaftsjahre dazu, die nach dem 31. Dezember 2027 beginnen (§ 52 Abs. 11 EStG).

Weicht die Handelsbilanz von steuerlichen Regeln ab, wird sie über Zusätze angepasst, oder die GmbH übermittelt gleich eine Steuerbilanz (§ 5b Abs. 1 Satz 2 und 3 EStG). Papier gibt es nur auf Antrag bei unbilliger Härte (§ 5b Abs. 2 EStG).

Selma und Henning: vier Dezember-Vorgänge, zweimal gerechnet

BeispielSelma und Henning, Agentur-GmbH für Employer Branding in Hamburg

Selma und Henning haben ihre Agentur für Karriereseiten und Recruiting-Kampagnen im Februar 2026 als GmbH gegründet und halten je 50 %. Beide kommen aus der Selbstständigkeit mit EÜR. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr, eine Kanzlei bucht. Im Dezember 2026 führt bei vier Vorgängen der gewohnte Blick aufs Konto zu falschen Zahlen. Die Umsatzsteuer bleibt außen vor.

Vorgang
Nach dem Zahltag, wie mit EÜR
In der Bilanz der GmbH für 2026
Kampagne für einen Kunden, fertig und abgerechnet am 14. Dezember: 18.000 € netto, 21.420 € brutto; Zahlung am 14. Januar 2027
Einnahme erst 2027
18.000 € Umsatz, Forderung über 21.420 € zum Stichtag
Fotografin für ein Shooting im Dezember, Rechnung vom 18. Dezember: 2.400 € netto, 2.856 € brutto; bezahlt am 8. Januar 2027
Ausgabe erst 2027
2.400 € Aufwand, Verbindlichkeit über 2.856 €
Jahreslizenz für Designsoftware, 1. Dezember 2026 bis 30. November 2027, bezahlt am 1. Dezember: 1.800 € netto
1.800 € Ausgabe 2026
150 € Aufwand für Dezember, 1.650 € aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Henning zahlt am 20. Dezember einen privaten Flug mit der Firmenkarte: 640 €
Entnahme, kein Aufwand
Forderung gegen Henning, kein Aufwand

Die Lizenz kostet 1.800 € : 12 = 150 € im Monat. Auf 2026 entfällt ein Monat, die übrigen 11 × 150 € = 1.650 € gehören ins nächste Jahr. Weil die Zahlung über 800 € liegt, gilt die Abgrenzung auch steuerlich.

Nach dem Zahltag brächten die vier Vorgänge für 2026 nur 1.800 € Ausgaben. In der Bilanz erhöhen sie das Ergebnis 2026 um 18.000 € − 2.400 € − 150 € = 15.450 €. Der Unterschied beträgt 15.450 € + 1.800 € = 17.250 €. Henning überweist die 640 € am 5. Januar zurück, damit ist die Forderung der GmbH ausgeglichen.

Mit rund 140.000 € Bilanzsumme und 380.000 € Umsatz liegt die Agentur bei zwei der drei Merkmale unter den Grenzen einer Kleinstkapitalgesellschaft; als Neugründung zählt schon der erste Stichtag. Sie teilt das dem Unternehmensregister mit und übermittelt bis 31. Dezember 2027 nur die Bilanz zur Hinterlegung. Die Steuererklärungen erstellt die Kanzlei bis 29. Februar 2028, es sei denn, das Finanzamt fordert sie wegen der Gründung mit vier Monaten Frist früher an (§ 149 Abs. 4 AO).

RechenwegUm wie viel die Dezember-Vorgänge das Ergebnis 2026 in der Bilanz erhöhen
  1. Kampagne, abgerechnet am 14. Dezember, netto18.000,00 €
  2. minus Fotografin, Shooting im Dezember, netto2.400,00 €
  3. minus Jahreslizenz, Anteil Dezember150,00 €
  4. ergibt Ergebnis 2026 in der Bilanz höher um15.450,00 €

Merke

In der GmbH zählt nicht der Tag, an dem Geld fließt, sondern das Geschäftsjahr, zu dem ein Vorgang gehört. Was im Dezember geleistet wurde, gehört ins alte Jahr, auch wenn das Konto erst im Januar etwas zeigt.

Sechs Aufgaben für das erste Geschäftsjahr der GmbH

  1. Zum Start die Eröffnungsbilanz aufstellen (§ 242 Abs. 1 HGB); auch sie geht als E-Bilanz ans Finanzamt (§ 5b Abs. 1 Satz 4 EStG).
  2. Vor dem ersten Gehalt die Anstellungsverträge unterschreiben und die Lohnabrechnung einrichten.
  3. Nichts Privates vom Geschäftskonto zahlen. Passiert es doch, den Betrag als Forderung buchen lassen und zurücküberweisen.
  4. Jeden Monat unbezahlte Ausgangs- und offene Eingangsrechnungen abgleichen. Für diese Liste arbeitet enno vor: Es sortiert über Nacht Bank und Belege, gleicht jede Buchung mit dem passenden Beleg ab und liefert der Kanzlei einen DATEV-Export.
  5. Im Dezember sammeln, was abgegrenzt werden muss: fertige Leistungen, Eingangsrechnungen fürs alte Jahr, Vorauszahlungen fürs neue, Verpflichtungen mit offener Höhe.
  6. Die Termine aus der Tabelle in den Kalender übernehmen und nach dem ersten Stichtag die Größenklasse feststellen. Bewertungsfragen, Gehaltshöhe und jede Ausschüttung besprecht ihr mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.

Quellen

Die Aussagen in diesem Artikel beruhen auf 54 Quellen, geprüft zum Stand .

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Gesetze und Verordnungen

Rechtsprechung

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Er gibt die Rechtslage in Deutschland zum Stand wieder und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die Personen in den Beispielen sind erfunden.

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