Unterlagen für den Steuerberater: die Jahresliste für EÜR, Einkommen- und Umsatzsteuer
Unterlagen für Steuerberater: was die Kanzlei für EÜR, Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuer von dir braucht, was sie selbst abruft und bis wann du lieferst.
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- Steuerberater & Zusammenarbeit
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- Selbstständige im laufenden Betrieb
Das Wichtigste in Kürze
- Für die Jahreserklärungen braucht die Kanzlei die abgeschlossene Buchhaltung und alles, was kein Kontoauszug zeigt: Angaben zu Anlagegütern, Auto und Arbeitszimmer und die privaten Posten der Einkommensteuer.
- Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Rürup-Beiträge und Lohnsteuerbescheinigungen der letzten vier Jahre kann die Kanzlei bei der Finanzverwaltung abrufen, wenn deine Vollmacht den Datenabruf umfasst.
- Die meldenden Stellen haben für ein Jahr bis zum letzten Februartag des Folgejahres Zeit, vorher kann der Abruf unvollständig sein.
- Erstellt eine Kanzlei deine Erklärungen für 2025, endet die Frist am Montag, 1. März 2027; bis wann sie deine Unterlagen haben will, legt sie selbst fest.

Inhalt · 7 Abschnitte
- 01Was die Kanzlei schon hat, bevor du etwas schickst
- 02Anlage EÜR und AVEÜR: was neben den Buchungen gebraucht wird
- 03Einkommensteuer: die privaten Posten, Anlage für Anlage
- 04Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung
- 05Carlos und seine Mappe für 2025
- 06In welcher Form du die Unterlagen übergibst
- 07Vom Jahreswechsel bis zum Kanzlei-Termin: die Jahresmappe in sechs Schritten
Für die Jahreserklärungen braucht deine Kanzlei zweierlei: die abgeschlossene Buchhaltung des Jahres und alle Angaben, die kein Kontoauszug zeigt. Das sind vor allem die Daten deiner Anlagegüter, die Zahlen zu Auto und Arbeitszimmer und die privaten Posten der Einkommensteuer. Einen Teil ruft sie selbst bei der Finanzverwaltung ab, sofern deine Vollmacht das erlaubt. Den Rest lieferst du einmal im Jahr, sortiert nach Erklärung und vor dem Termin, den die Kanzlei dir nennt.
Die monatliche Übergabe an die Kanzlei behandelt der Beitrag zur vorbereitenden Buchhaltung, die laufende Ablage Belege sortieren.
Was die Kanzlei schon hat, bevor du etwas schickst
Die Steuerverwaltung sammelt Bescheinigungen, die Dritte über dich melden, und hält sie für die letzten vier Jahre bereit, bei ELSTER als vorausgefüllte Steuererklärung oder Abruf von Bescheinigungen. Darin stehen unter anderem deine gespeicherten Stammdaten, Lohnsteuerbescheinigungen, Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Rentenbezüge, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und Beiträge zu Riester- oder Rürup-Verträgen. Abrufen darfst du selbst und jeder, den du dazu ermächtigt hast, etwa deine Kanzlei. Übermittelt sie ihre Vollmacht elektronisch an die Finanzverwaltung, muss der Datensatz angeben, ob sie die zu deiner Person gespeicherten Daten abrufen darf (§ 80a Abs. 1 Satz 2 AO).
Vollständig ist der Abruf nicht ab dem ersten Januar. Wer Daten für ein Kalenderjahr melden muss, etwa Krankenkassen und Rürup-Anbieter, hat dafür bis zum letzten Tag im Februar des Folgejahres Zeit (§ 93c Abs. 1 Nr. 1 AO, § 10 Abs. 2a und 2b EStG). Die meldenden Stellen müssen dir mitteilen, was sie übermittelt haben (§ 93c Abs. 1 Nr. 3 AO). Ist eine Meldung falsch, korrigiert sie die Stelle, die sie geschickt hat.
Unterlage | Woher die Kanzlei sie bekommt |
|---|---|
Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung, Rürup-Beiträge | Abruf bei der Finanzverwaltung, wenn die Vollmacht den Datenabruf umfasst |
Lohnsteuerbescheinigung aus einem Nebenjob, Elterngeld, Krankengeld | ebenfalls aus dem Abruf |
Buchwerte der Anlagegüter zum Jahresbeginn | aus ihrer Anlage AVEÜR des Vorjahres, wenn sie die erstellt hat |
gebuchte Monate | aus ihrer Buchhaltung, wenn sie laufend für dich bucht |
Voranmeldungen, die du selbst übermittelt hast | von dir |
Rechnungen, Quittungen, Verträge, Spendenbestätigungen | von dir |
Quittungen, Kassenzettel und Rechnungen kann die Steuerverwaltung nicht bereitstellen, und sehen will sie sie grundsätzlich auch nicht: Zur Einkommensteuererklärung reichst du Belege nur ein, wenn ein Formular ausdrücklich danach fragt oder das Finanzamt sie anfordert. Du sammelst sie für die Kanzlei und für spätere Rückfragen.
Merke
Frag die Kanzlei, ob ihre Vollmacht den Datenabruf umfasst. Wenn ja, musst du die Beitragsbescheinigungen von Krankenkasse und Rürup-Anbieter nicht mehr einsammeln, und in der Erklärung stehen genau die Beträge, die dem Finanzamt gemeldet wurden.
Anlage EÜR und AVEÜR: was neben den Buchungen gebraucht wird
Einnahmen und Ausgaben kennt die Kanzlei aus der Buchhaltung. Für die Anlage EÜR 2025 braucht sie zusätzlich:
Posten | Was du lieferst | Wo es landet (Anlage EÜR 2025) |
|---|---|---|
Anschaffungen über 800 € netto, auch Computer und Software | Rechnung mit Kaufdatum | Anlage AVEÜR und Abschreibung, auch wenn die Kosten in einem Jahr abgesetzt werden |
Anschaffungen über 250 € bis 800 € netto | Rechnung mit Kaufdatum | Zeile 36 und ein eigenes Verzeichnis, nicht die AVEÜR |
verkaufte, entnommene oder verschrottete Anlagegüter | Datum und Erlös, bei einer Entnahme der Wert | Zeilen 19 und 38, Abgang in der AVEÜR |
Firmenwagen, auch privat genutzt | Bruttolistenpreis bei Erstzulassung mit Sonderausstattung oder ein Fahrtenbuch | Zeile 20 |
Geschäftsfahrten mit dem Privatauto | Liste mit Datum, Ziel und Kilometern | Zeile 71, 0,30 € je voller Kilometer |
Arbeitszimmer | Wohnfläche, Fläche des Zimmers, Miete, Nebenkosten, Energie | Zeile 65 |
Arbeit zu Hause, wenn kein Arbeitszimmer abgezogen wird | Liste der Tage | Zeile 66, 6 € je Tag, höchstens 1.260 € |
Entnahmen und Einlagen | private Abhebungen und Einzahlungen, Sachentnahmen | Zeilen 106 und 107 |
Gewerbesteuer | Bescheide und Zahlungen des Jahres | Zeile 67, Spalte „nicht abziehbar“, denn sie ist keine Betriebsausgabe |
Ob statt der 800-€-Grenze ein Sammelposten für alle Anschaffungen des Jahres über 250 € bis 1.000 € gebildet wird, klärt die Kanzlei mit dir. Zwei Zeilen brauchen Aufzeichnungen, nicht nur Belege. Nutzt du einen Firmenwagen zu mehr als der Hälfte betrieblich, setzt das Gesetz die Privatnutzung mit 1 % des Bruttolistenpreises je Monat an, außer ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch belegt den tatsächlichen Anteil (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und 3 EStG). Und die tatsächlichen Kosten eines Arbeitszimmers zählen nur, wenn sie einzeln und getrennt von den übrigen Betriebsausgaben aufgezeichnet sind (§ 4 Abs. 7 EStG); für die Jahrespauschale gilt das nicht. Aufgeteilt werden die Wohnungskosten in der Regel nach Fläche (BMF-Schreiben vom 15. August 2023, Rn. 9). Ob das Zimmer überhaupt zählt, erklärt der Beitrag zum Arbeitszimmer für Selbstständige. Die Tagespauschale gibt es nicht zusätzlich, soweit Kosten oder Jahrespauschale für ein Arbeitszimmer abgezogen werden (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6c EStG).
Machst du mehr als 2.050 € Schuldzinsen geltend, Zinsen für Kredite zur Finanzierung von Anlagegütern nicht mitgerechnet, kommt die Anlage SZ dazu. Dann braucht die Kanzlei die Zinsabrechnungen deiner Kredite.
Einkommensteuer: die privaten Posten, Anlage für Anlage
Der Gewinn kommt in die Anlage S, bei einem Gewerbe in die Anlage G. Das Private verteilt sich auf diese Anlagen für 2025:
Anlage | Was dort hineingehört | Was die Kanzlei von dir braucht |
|---|---|---|
Vorsorgeaufwand | Altersvorsorge, gesetzliche und private Kranken- und Pflegeversicherung, sonstige Vorsorge wie Unfall- und Haftpflichtversicherungen | Beitragsnachweise, die nicht im Abruf stehen, etwa zur privaten Haftpflicht |
Sonderausgaben | gezahlte oder erstattete Kirchensteuer, Spenden und Mitgliedsbeiträge, Kosten der eigenen Berufsausbildung, Ehegatten-Unterhalt, Versorgungsleistungen | Zuwendungsbestätigungen, Rechnungen, Vereinbarungen, für die Kirchensteuer Bescheide und Zahlungen |
Kind | Freibeträge, Kinderbetreuungskosten, Schulgeld, Kranken- und Pflegeversicherung des Kindes | Identifikationsnummer des Kindes, Kindergeldanspruch, Betreuungsverträge und Rechnungen |
Haushaltsnahe Aufwendungen | haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienst- und Handwerkerleistungen | Rechnungen und Kontoauszüge |
Außergewöhnliche Belastungen | zum Beispiel Krankheitskosten, Pauschbeträge | Rechnungen und Bescheide |
Bei haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen gibt es die Steuerermäßigung nur mit Rechnung und Zahlung auf das Konto des Leistenden (§ 35a Abs. 5 Satz 3 EStG); Barzahlungen zählen nicht. Schreib außerdem auf, was sich im Jahr privat geändert hat, etwa eine Heirat, eine Trennung, ein Umzug oder ein Kind. Der Abruf zeigt davon nur, was in den gespeicherten Stammdaten steht: Name, Adresse, Bankverbindung und Religion.
Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung
Als regelbesteuerter Unternehmer übermittelst du nach dem Jahr eine Umsatzsteuererklärung, in der du die Steuer fürs ganze Jahr selbst berechnest (§ 18 Abs. 3 UStG). Kleinunternehmer sind von dieser Pflicht ausgenommen, außer das Finanzamt fordert sie auf oder sie schulden etwa für eingekaufte Leistungen selbst Steuer (§ 19 Abs. 1 Satz 2, § 18 Abs. 4a UStG). Die Kanzlei braucht dafür:
- die Werte aller Voranmeldungen, die du selbst übermittelt hast. Hast du sie in Mein ELSTER abgegeben, stehen sie dort unter „Meine Formulare“ im Reiter „Übermittelte Formulare“.
- die private Nutzung von Dingen, für die du Vorsteuer abgezogen hast, etwa Firmenwagen oder Handy. Umsatzsteuerlich wird sie einer Leistung gegen Entgelt gleichgestellt (§ 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG).
- Rechnungen ausländischer Anbieter ohne deutsche Umsatzsteuer, bei denen du als Empfänger die Steuer schuldest (§ 13b Abs. 1, 2 Nr. 1 und 5 UStG).
Eine Gewerbesteuererklärung gibt es nur für Gewerbebetriebe, und ein freier Beruf ist keiner (§ 15 Abs. 2 EStG). Pflicht ist sie ab einem Gewerbeertrag über 24.500 € im Jahr und immer dann, wenn das Finanzamt sie anfordert (§ 25 Abs. 1 GewStDV). Neben den Gewerbesteuerbescheiden braucht die Kanzlei dafür eine Liste deiner Zinsen, Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzgebühren. Ein Viertel davon wird dem Gewinn hinzugerechnet, soweit die Summe 200.000 € übersteigt, wobei Zinsen voll zählen, der Rest nur anteilig (§ 8 Nr. 1 GewStG).
Carlos und seine Mappe für 2025
BeispielCarlos, freiberuflicher Softwaretester in Koblenz
Carlos testet Software für Kunden, fast immer von zu Hause aus. In diesem Beispiel ist er Freiberufler: Sein Finanzamt führt ihn mit Einkünften aus selbständiger Arbeit, eine Gewerbesteuererklärung gibt er nicht ab. Kleinunternehmer ist er nicht, seine Voranmeldungen übermittelt er vierteljährlich selbst in Mein ELSTER. Seine Kanzlei erstellt einmal im Jahr die EÜR, die Einkommensteuer- und die Umsatzsteuererklärung, ihre Vollmacht umfasst den Datenabruf. Für 2025 hat sie Zeit bis Montag, 1. März 2027. Carlos' Unterlagen will sie bis Montag, 30. November 2026.
Posten | Carlos' Angaben | Gerechnet |
|---|---|---|
Laptop, gekauft im März 2025 | Rechnung über 1.790 € netto | Anlage AVEÜR; mit einem Jahr Nutzungsdauer kann er ganz 2025 abgesetzt werden |
Bürostuhl | Rechnung über 640 € netto | geringwertiges Wirtschaftsgut, Zeile 36 und Verzeichnis |
Arbeitszimmer | 12 m² von 60 m² Wohnfläche, Warmmiete 950 € im Monat, Strom 780 € im Jahr, getrennt aufgezeichnet | 12 ÷ 60 = 20 %; 950 € × 12 = 11.400 €; (11.400 € + 780 €) × 20 % = 2.436 € |
Tage nur zu Hause | 205 Tage, dazu 14 Tage beim Kunden, gesondert markiert | 205 × 6 € = 1.230 € |
Kundentermine mit dem eigenen Auto | 14 Fahrten zu je 190 km hin und zurück | 14 × 190 km = 2.660 km; 2.660 × 0,30 € = 798 € |
Voranmeldungen | vier Quartale: 2.140 €, 1.980 €, 2.310 €, 2.050 € | zusammen 8.480 € |
Spende an einen gemeinnützigen Verein | Zuwendungsbestätigung über 240 € | Anlage Sonderausgaben |
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rürup-Vertrag | nichts, die Kanzlei ruft die Daten ab | Anlage Vorsorgeaufwand |
Ob das Zimmer der Mittelpunkt seiner Tätigkeit ist, beurteilt die Kanzlei. Ist es das, kann sie die tatsächlichen 2.436 € ansetzen statt der Jahrespauschale von 1.260 €. Ist es das nicht, bleibt die Tagespauschale: 1.230 € für die Tage zu Hause, und ob die 14 Kundentage dazuzählen, prüft sie anhand seiner Liste. Mehr als 1.260 € bringt dieser Weg nie. Deshalb liefert Carlos beides, Flächen und Kosten für die eine Rechnung und die Liste der Tage für die andere.
- Mittelpunkt: tatsächliche Kosten2.436 €
- Mittelpunkt: Jahrespauschale1.260 €
- kein Mittelpunkt: Tagespauschale für 205 Tage1.230 €
Die 8.480 € vergleicht die Kanzlei mit der Jahressteuer, die sie aus seiner Buchhaltung berechnet. Auf dem Begleitzettel stehen nur die Frage nach den Kundentagen und seine neue Bankverbindung seit Juli.
In welcher Form du die Unterlagen übergibst
Die Buchhaltung übergibst du als Export, den die Kanzlei einlesen kann, etwa im DATEV-Format. Arbeitest du mit enno, sind die Kontoumsätze nachts sortiert und mit ihren Belegen abgeglichen; den DATEV-Export für die Kanzlei prüfst du und verschickst ihn selbst. Für den Rest reicht eine einfache Ordnung:
- ein Ordner je Erklärung: EÜR mit Anlagegütern, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, bei einem Gewerbe die Gewerbesteuer
- Dateinamen mit Jahr und Inhalt, etwa „2025 AVEÜR Laptop Rechnung.pdf“
- ein Begleitzettel mit offenen Fragen, privaten Änderungen und allem, was du nicht zuordnen konntest
Ein Begleitzettel kann so aussehen; streich, was bei dir nicht vorkommt:
Begleitzettel zur Jahresmappe [Steuerjahr] [Dein Name], Steuernummer [Steuernummer] An [Kanzlei], übergeben am [Datum] Enthalten: - Buchhaltungsexport im Format [Format, etwa DATEV], Kontoauszüge bis [Datum] - Ordner EÜR: Rechnungen der Anschaffungen mit Kaufdatum; verkaufte, entnommene oder verschrottete Anlagegüter mit Datum und Erlös - Firmenwagen: [Bruttolistenpreis bei Erstzulassung oder Fahrtenbuch] - Fahrten mit dem Privatauto: Liste mit Datum, Ziel und Kilometern - Arbeitszimmer: Wohnfläche, Fläche des Zimmers, Miete, Nebenkosten, Energie - Liste der Tage, an denen ich zu Hause gearbeitet habe - Entnahmen und Einlagen - Ordner Einkommensteuer: [Belege, die nicht im Abruf stehen, etwa Spendenbestätigungen] - Ordner Umsatzsteuer: Werte der Voranmeldungen, die ich selbst übermittelt habe - [Nur bei einem Gewerbe:] Ordner Gewerbesteuer: Bescheide und Zahlungen, Liste der Zinsen, Mieten, Pachten, Leasingraten und Lizenzgebühren Private Änderungen im Jahr: [etwa Heirat, Trennung, Umzug, Kind, neue Bankverbindung] Nicht zuordnen konnte ich: [Buchung oder Beleg] Offene Fragen: - Umfasst die Vollmacht den Datenabruf bei der Finanzverwaltung? - [weitere Frage]
Eine allgemeine Vorlage, keine Beratung für deinen Einzelfall. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern und prüfe, ob jeder Satz zu deinem Fall passt.
Vom Jahreswechsel bis zum Kanzlei-Termin: die Jahresmappe in sechs Schritten
Frist
Erklärungen für 2025, die eine Kanzlei erstellt: spätestens Montag, 1. März 2027. Für 2026 gilt Dienstag, 29. Februar 2028. Ordnet das Finanzamt eine frühere Abgabe an, gilt die Frist aus dieser Anordnung, vier Monate ab Bekanntgabe (§ 149 Abs. 4 AO).
Welche Termine ohne Kanzlei gelten und was eine Verspätung kostet, steht unter Steuererklärung Frist 2026.
- Frag die Kanzlei im Januar, bis wann sie deine Unterlagen braucht und welches Exportformat sie einliest.
- Schließ die Buchhaltung des Vorjahres ab, bis zum letzten Kontoauszug im Dezember, und leg die Auszüge bis zum 10. Januar dazu: Aus ihnen sieht die Kanzlei, in welches Jahr die letzte Umsatzsteuer-Vorauszahlung gehört.
- Stell die Jahresposten aus der EÜR-Tabelle oben zusammen.
- Ergänze ab März die privaten Posten, wenn die Meldungen Dritter vorliegen. Beilegen musst du nur, was nicht im Abruf steht.
- Übergib alles zum vereinbarten Termin auf einmal, mit Begleitzettel, und beantworte Rückfragen zügig.
- Lies den Entwurf, bevor die Kanzlei übermittelt. Auch was sie einträgt, sind deine Angaben, und die müssen wahrheitsgemäß nach bestem Wissen und Gewissen sein (§ 150 Abs. 2 AO). Daten aus dem Abruf gelten als von dir erklärt, wenn nichts Abweichendes eingetragen ist (§ 150 Abs. 7 AO).
Quellen
Die Aussagen in diesem Artikel beruhen auf 23 Quellen, geprüft zum Stand .
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Gesetze und Verordnungen
Finanzverwaltung
Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Er gibt die Rechtslage in Deutschland zum Stand wieder und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die Personen in den Beispielen sind erfunden.
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