Kleinunternehmer als UG oder GmbH: was die Befreiung abdeckt und was die Rechtsform behält

Kleinunternehmer in jeder Rechtsform: Auch eine UG oder GmbH kann § 19 UStG nutzen. Wessen Umsatz zählt, was bleibt, und eine Potsdamer Mini-GmbH in Zahlen.

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Thema
Umsatzsteuer
Für
UG und GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kleinunternehmerregelung fragt nicht nach der Rechtsform: Eine UG oder GmbH ist Kleinunternehmerin, wenn ihr eigener Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € betrug und im laufenden Jahr 100.000 € nicht übersteigt.
  • Gezählt werden nur die Umsätze der Gesellschaft, nach dem Tag des Zahlungseingangs; das eigene Unternehmen eines Gesellschafters zählt nicht mit, es sei denn, die GmbH ist als Organgesellschaft darin eingegliedert.
  • Befreit ist nur die Umsatzsteuer: Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer ohne Freibetrag, Jahresabschluss und Offenlegung bleiben; in Potsdam kosten 6.000 € Gewinn eine GmbH für 2025 zusammen 1.936,50 € Steuern.
  • Auf die Rechnung gehören der Hinweis nach § 34a UStDV und die Angaben aus § 35a GmbHG; E-Rechnungen muss die GmbH nicht ausstellen, empfangen können muss sie sie.
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Inhalt · 7 Abschnitte
  1. 01Warum § 19 UStG nicht nach der Rechtsform fragt
  2. 02Nur die Umsätze der Gesellschaft zählen
  3. 03Was die Befreiung einer GmbH nicht abnimmt
  4. 04Die Rechnung folgt zwei Gesetzen
  5. 05Was die Befreiung eine GmbH kostet
  6. 06Ottilies GmbH: 2025 mit 18.000 € Umsatz
  7. 07Die GmbH als Kleinunternehmerin führen: sechs Prüfpunkte

Ja. Die Kleinunternehmerregelung in § 19 UStG gilt für jeden Unternehmer, gleich in welcher Rechtsform, und damit auch für eine UG oder GmbH. Maßstab ist der Gesamtumsatz der Gesellschaft selbst: im Vorjahr nicht über 25.000 €, im laufenden Jahr nicht über 100.000 €. Die Befreiung gilt allerdings nur für die Umsatzsteuer. Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer ohne Freibetrag, Bilanz und Offenlegung bleiben, und auf jede Rechnung kommen zusätzlich die Angaben, die das GmbH-Gesetz verlangt.

Warum § 19 UStG nicht nach der Rechtsform fragt

§ 19 Abs. 1 UStG befreit die Umsätze eines im Inland ansässigen Unternehmers, und Unternehmer ist jeder, der selbstständig gewerblich oder beruflich tätig ist, ob rechtsfähig oder nicht (§ 2 Abs. 1 UStG). Auf die Rechtsform kommt es laut Anwendungserlass nicht an, natürliche wie juristische Personen können Unternehmer sein (Abschnitt 2.1 Abs. 1 UStAE). Auch die ELSTER-Anleitung zum Fragebogen für neue Kapitalgesellschaften erklärt, bis zu welcher Grenze „die Gesellschaft“ Kleinunternehmerin sein kann.

Im Jahr, in dem die GmbH ihre Tätigkeit aufnimmt, gilt allein die Grenze von 25.000 € für dieses Jahr (Abschnitt 19.1 Abs. 3 UStAE). Die Eintragung ins Handelsregister spielt dafür keine Rolle, denn die Unternehmereigenschaft einer GmbH hängt nicht von ihr ab (Abschnitt 2.6 Abs. 6 Satz 7 UStAE).

Außen vor bleiben Umsätze, die nach § 4 Nr. 11 bis 29 UStG steuerfrei sind, etwa aus der Vermietung von Wohnungen (§ 19 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG). Eine vermietende GmbH kann deshalb mit kleinen steuerpflichtigen Nebenumsätzen Kleinunternehmerin sein. Was sonst in die Summe gehört, steht im Beitrag zur Kleinunternehmerregelung 2026.

Bei einer GmbH kommt eine Falle dazu. Den Gesamtumsatz berechnet § 19 Abs. 2 UStG nach vereinnahmten Entgelten, also nach dem Tag des Geldeingangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung der GmbH erfasst Erträge dagegen ohne Rücksicht auf den Zahlungstag (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB). Die Umsatzerlöse aus Abschluss oder BWA entscheiden deshalb nicht über die Befreiung.

Für die UG (haftungsbeschränkt) gilt jeder Absatz hier genauso. Sie ist eine GmbH, die mit weniger als 25.000 € Stammkapital startet und dafür den Zusatz im Namen trägt (§ 5a GmbHG).

Kleinunternehmer, Kleingewerbe, Kleinstkapitalgesellschaft

Drei Begriffe mit „klein“ werden oft verwechselt:

Begriff
Aus welchem Recht
Für eine UG oder GmbH
Kleinunternehmer
Umsatzsteuer, § 19 UStG
möglich, solange die Umsatzgrenzen halten
Kleingewerbe
Handelsrecht: Gewerbe ohne Bedarf an kaufmännischer Einrichtung (§ 1 Abs. 2 HGB)
nie; als Handelsgesellschaft unterliegt sie stets den Vorschriften für Kaufleute (§ 13 Abs. 3 GmbHG, § 6 Abs. 1 HGB)
Kleinstkapitalgesellschaft
Größenklasse im Jahresabschluss, § 267a HGB
wenn sie zwei von drei Grenzen nicht überschreitet: 450.000 € Bilanzsumme, 900.000 € Umsatzerlöse, zehn Arbeitnehmer

Nur die Umsätze der Gesellschaft zählen

Als juristische Person steht die GmbH für sich (§ 13 Abs. 1 GmbHG) und ist umsatzsteuerlich ein eigener Unternehmer. In ihren Gesamtumsatz gehen nur die Umsätze, die sie selbst ausführt (§ 19 Abs. 2 UStG). Verkaufst du daneben auch selbst etwas, gehört das zu deinem eigenen Unternehmen, und das prüft seine Grenzen für sich. Die Beteiligung allein macht im Regelfall niemanden zum Unternehmer, denn Gewinnausschüttungen sind kein Entgelt für eine Leistung (Abschnitt 2.3 Abs. 2 UStAE).

Deine Lage neben der GmbH
Was die GmbH gegen die Grenzen hält
angestellt oder ohne weiteres Geschäft
ihre eigenen Umsätze
daneben ein Einzelunternehmen oder freiberufliche Aufträge
ihre eigenen Umsätze; dein Einzelunternehmen rechnet getrennt, außer bei Organschaft
zwei GmbHs
jede GmbH ihre eigenen, außer bei Organschaft
die GmbH ist in dein Unternehmen eingegliedert (Organschaft)
nichts mehr: Ihre Umsätze zählen in deinem Unternehmen mit

Die letzte Zeile folgt aus § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG: Ist die GmbH finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen eines Organträgers eingegliedert, ist nur noch der Organträger Unternehmer (Abschnitt 2.8 Abs. 1 UStAE). Organträger kann allerdings nur sein, wer selbst Unternehmer ist. Ohne eigenes Geschäft neben der GmbH stellt sich die Frage also nicht. Vermietest du ihr allerdings etwa das Betriebsgrundstück, bist du damit Unternehmer, und diese Vermietung kann die GmbH wirtschaftlich eingliedern (Abschnitt 2.8 Abs. 6b UStAE).

Was die Befreiung einer GmbH nicht abnimmt

Was an der Rechtsform hängt, läuft weiter:

Pflicht
bei der Kleinunternehmer-GmbH
Grundlage
Umsatzsteuer-Voranmeldung und Jahreserklärung
entfallen in der Regel; nicht bei Einkäufen, für die sie die Steuer selbst schuldet, etwa Dienstleistungen aus dem Ausland, oder wenn das Finanzamt eine Erklärung anfordert
§ 19 Abs. 1 Satz 2, § 18 Abs. 4a UStG, § 149 Abs. 1 Satz 2 AO
Körperschaftsteuer
bis 2027 15 % des Einkommens, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf; Erklärung jedes Jahr, elektronisch
§ 23 Abs. 1, § 31 Abs. 1a KStG, § 4 SolzG
Gewerbesteuer
ohne Freibetrag, also schon bei kleinem Gewinn; Erklärung jedes Jahr, auch mit Verlust
§ 2 Abs. 2, § 11 Abs. 1 GewStG, § 25 Abs. 1 Nr. 2 GewStDV
Buchführung, Jahresabschluss, E-Bilanz
bleiben; die Befreiung für kleine Einzelkaufleute gilt nicht
§§ 238, 241a, 242, 264 HGB, § 5b EStG
Offenlegung im Unternehmensregister
spätestens ein Jahr nach dem Stichtag; als Kleinstkapitalgesellschaft nach einer Mitteilung nur die Bilanz
§ 325 Abs. 1a, § 326 Abs. 2 HGB

Den größten Abstand zum Einzelunternehmen zeigt die Gewerbesteuer. Natürliche Personen und Personengesellschaften kürzen den Gewerbeertrag um 24.500 €, die GmbH nicht (§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG), und alles, was sie tut, gilt als Gewerbebetrieb (§ 2 Abs. 2 GewStG). Wie die drei Steuern zusammenwirken, rechnet der Beitrag zu den Steuern einer GmbH vor.

Merke

Die Kleinunternehmerregelung nimmt der GmbH die Umsatzsteuer ab und sonst nichts. Bilanz, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und die Angaben aus § 35a GmbHG bleiben, egal wie klein der Umsatz ist.

Die Rechnung folgt zwei Gesetzen

Als Kleinunternehmerin schreibt die GmbH vereinfachte Rechnungen nach § 34a UStDV, mit einem Hinweis auf die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer beim Betrag. Alltagssprache reicht dafür, wenn sie die Befreiung eindeutig benennt (Abschnitt 14.7a Abs. 1 UStAE).

Das GmbH-Gesetz vereinfacht nichts. Auf jedem Geschäftsbrief an einen bestimmten Empfänger, „gleichviel welcher Form“, also auch im PDF, verlangt § 35a GmbHG Rechtsform, Sitz, Registergericht und Registernummer sowie alle Geschäftsführer mit Nachnamen und wenigstens einem ausgeschriebenen Vornamen. Was eine fehlende Angabe kostet, erklärt der Beitrag zu den Pflichtangaben auf der Rechnung einer GmbH.

E-Rechnungen schicken und empfangen

Kleinunternehmer dürfen ihre Rechnungen immer als sonstige Rechnung übermitteln, auch an inländische Firmen (§ 34a Satz 4 UStDV). Die GmbH kann also Papier schicken oder, wenn der Kunde einverstanden ist, ein PDF; eine E-Rechnung ist freiwillig. Die Übergangsfristen 2027 und 2028 betreffen sie als Ausstellerin nicht.

Empfangen können muss sie E-Rechnungen trotzdem, der Anwendungserlass nennt Kleinunternehmer dabei ausdrücklich (Abschnitt 14.1 Abs. 5 UStAE). Ein vorhandenes E-Mail-Postfach genügt. Was danach mit der Datei passiert, steht unter E-Rechnung empfangen.

Was die Befreiung eine GmbH kostet

Die Vorsteuer aus ihren Einkäufen darf die GmbH nicht abziehen, weil sie damit steuerfreie Umsätze ausführt (§ 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG, Abschnitt 15.1 Abs. 6 UStAE). Die Umsatzsteuer auf Material und Rechnungen der Kanzlei bleibt bei der GmbH als Kosten, bei einer Anschaffung als Teil der Anschaffungskosten (§ 9b Abs. 1 EStG mit § 8 Abs. 1 KStG).

Bei Privatkunden ist die Befreiung ein Vorteil: Bei gleichem Preis behält die GmbH den ganzen Betrag, statt einen Teil als Umsatzsteuer abzuführen. Firmen mit Vorsteuerabzug holen sich eine ausgewiesene Umsatzsteuer dagegen ohnehin zurück, und bei Regelbesteuerung bekäme die GmbH auch ihre eigene Vorsteuer. Wer vor allem an solche Firmen verkauft, hat von der Befreiung wenig. Die Rechnung mit eigenen Zahlen zeigt Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung.

Der Verzicht bindet mindestens fünf Jahre

Verzichten kann die GmbH bis zum letzten Februartag des zweiten Jahres nach dem betroffenen Kalenderjahr (§ 19 Abs. 3 UStG), für 2026 also bis zum 29. Februar 2028. Das Gesetz nennt die Erklärung unwiderruflich (Stand September 2026). Sie wirkt ab Jahresbeginn, im Gründungsjahr ab Beginn der Tätigkeit, und bindet mindestens fünf Kalenderjahre; erst danach kann die GmbH den Verzicht widerrufen, mit Wirkung ab Beginn eines folgenden Kalenderjahres.

Achtung

Ein eigenes Schreiben braucht der Verzicht nicht. Gibt die GmbH Voranmeldungen ab und rechnet darin Umsatzsteuer nach den allgemeinen Vorschriften aus, wertet das Finanzamt das in der Regel als Verzicht (Abschnitt 19.3 Abs. 1 Nr. 2 UStAE). Bei einer neuen GmbH, deren Vorlagen ab dem ersten Tag auf 19 % stehen, geht das schnell. Entscheide deshalb vor der ersten Rechnung.

Ottilies GmbH: 2025 mit 18.000 € Umsatz

BeispielOttilie, Mini-GmbH für Kunstdrucke in Potsdam

Ottilie ist alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Marquardt Kunstdrucke GmbH in Potsdam, gegründet 2023. Die GmbH verkauft Drucke nach Ottilies Entwürfen, fast nur an Privatleute, über einen Onlineshop und auf Märkten. Hauptberuflich ist Ottilie angestellt; die GmbH ist ihr einziges Unternehmen und zahlt ihr kein Gehalt. 2024 lag der Gesamtumsatz der GmbH bei 15.300 €, verzichtet hat sie nie, 2025 war sie also Kleinunternehmerin. Namen, Anschrift und Nummern sind erfunden.

Für 2025 hat Ottilie zwei Umsatzzahlen, und nur die zweite entscheidet über 2026:

Posten
Umsatzerlöse in der GuV 2025
Gesamtumsatz 2025 nach § 19
Verkäufe an Privatleute, 2025 bezahlt
16.560 €
16.560 €
Rechnung an ein Hotel vom 12. Dezember 2025, bezahlt am 12. Januar 2026
1.440 €
0 €, zählt 2026
Rechnung an ein Café vom Dezember 2024, bezahlt am 8. Januar 2025
0 €, Ertrag 2024
480 €
Summe
18.000 €
17.040 €

Beide liegen unter 25.000 €. Die GmbH bleibt 2026 Kleinunternehmerin, solange ihr Gesamtumsatz 2026 nicht über 100.000 € steigt.

Die Rechnung an das Hotel über zwölf gerahmte Drucke zu je 120 € trägt diese Angaben:

Angabe auf der Rechnung
verlangt von
Marquardt Kunstdrucke GmbH, Am Beispielhof 3, 14467 Potsdam; Name und Anschrift des Hotels
§ 34a Satz 1 Nr. 1 UStDV, Rechtsform nach § 35a GmbHG
Steuernummer 046/123/45678
§ 34a Satz 1 Nr. 2 UStDV
Datum 12.12.2025; 12 Kunstdrucke, gerahmt, 40 × 50 cm
§ 34a Satz 1 Nr. 3 und 4 UStDV
Gesamtbetrag 1.440,00 €, darunter: „Umsatzsteuerfrei als Kleinunternehmer nach § 19 UStG“
§ 34a Satz 1 Nr. 5 UStDV
Fußzeile: Sitz der Gesellschaft Potsdam · Amtsgericht Potsdam, HRB 12345 · Geschäftsführerin: Ottilie Marquardt
§ 35a Abs. 1 GmbHG

Das Hotel bekommt sie mit seinem Einverständnis als PDF und zieht daraus keine Vorsteuer. Auch Ottilies GmbH zieht keine: Sie bucht jede Eingangsrechnung mit dem Bruttobetrag.

Kosten 2025
netto
Umsatzsteuer
als Aufwand gebucht
Druckerei in Babelsberg
5.000 €
950 €
5.950 €
Rahmen, Passepartouts, Versand
2.000 €
380 €
2.380 €
Kanzlei: Abschluss, E-Bilanz, Erklärungen
1.800 €
342 €
2.142 €
Konto, Versicherung, Kammerbeitrag, Registergebühren
1.528 €
keine
1.528 €
Summe
10.328 €
1.672 €
12.000 €

Die 1.672 € hätte eine regelbesteuerte GmbH als Vorsteuer zurückbekommen, dafür aber aus ihren Verkaufspreisen Umsatzsteuer abführen müssen. Bei Ottilie mindern sie den Gewinn: 18.000 € − 12.000 € = 6.000 € vor Steuern. Ohne nicht abziehbare Ausgaben und Hinzurechnungen ist das zugleich Einkommen und Gewerbeertrag. Potsdams Hebesatzsatzung setzt den Hebesatz auf 470 %, für 2025 wie für 2026.

Steuer 2025
Rechnung
Betrag
Körperschaftsteuer
15 % von 6.000 €
900,00 €
Solidaritätszuschlag
5,5 % von 900 €
49,50 €
Steuermessbetrag
3,5 % von 6.000 €
210,00 €
Gewerbesteuer
210 € × 470 %
987,00 €
zusammen
900 + 49,50 + 987
1.936,50 €

Als Einzelunternehmerin hätte Ottilie bei 6.000 € Gewerbeertrag wegen des Freibetrags von 24.500 € keine Gewerbesteuer gezahlt.

Als Kleinstkapitalgesellschaft legt die GmbH ihren Abschluss 2025 bis zum 31. Dezember 2026 offen; nach Mitteilung ihrer Größe reicht die Bilanz zur Hinterlegung.

Die GmbH als Kleinunternehmerin führen: sechs Prüfpunkte

  1. Ermittle den Gesamtumsatz des Vorjahres aus den Zahlungseingängen der GmbH, nicht aus GuV oder BWA.
  2. Arbeitet die GmbH eng mit einem eigenen Unternehmen von dir zusammen, etwa als dessen Vertrieb, lass eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater die Organschaft prüfen, bevor du dich auf die Befreiung verlässt.
  3. Stell die Rechnungsvorlage um: Angaben nach § 34a UStDV, Hinweis beim Betrag, Fußzeile nach § 35a GmbHG.
  4. Leg fest, in welchem Postfach E-Rechnungen ankommen, und buch Eingangsrechnungen brutto. Sortiert enno nachts Bank und Belege, stehen die Geldeingänge des Jahres für die Summe nach § 19 beieinander.
  5. Leg für Körperschaft- und Gewerbesteuer ab dem ersten Euro Gewinn zurück, als Faustwert für 2026 in Potsdam 15,825 % + 3,5 % × 470 % = 32,275 % des Gewinns.
  6. Bevor die GmbH eine Voranmeldung mit Umsatzsteuer abgibt, rechne mit deiner Kanzlei durch, ob sich der Verzicht bei deinen Kunden und geplanten Anschaffungen lohnt; er bindet mindestens fünf Jahre.

Quellen

Die Aussagen in diesem Artikel beruhen auf 39 Quellen, geprüft zum Stand .

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Gesetze und Verordnungen

Finanzverwaltung

Behörden, Kammern und Portale

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Er gibt die Rechtslage in Deutschland zum Stand wieder und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die Personen in den Beispielen sind erfunden.

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