Leasing absetzen als Selbstständiger: Raten, Sonderzahlung und dein privater Anteil

Leasing absetzen als Selbstständiger: wann Raten und Sonderzahlung Betriebsausgaben sind, was der BFH verteilt, die Vorsteuer und die Zeilen der EÜR 2026.

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Thema
Ausgaben & Absetzen
Für
Selbstständige im laufenden Betrieb

Das Wichtigste in Kürze

  • Fährt ein geleastes Auto über die Laufzeit zu mehr als 50 % betrieblich, sind Raten und Sonderzahlung Betriebsausgaben, und die Privatfahrten kommen als Einnahme dazu, mit 1 % des Listenpreises je Monat oder laut Fahrtenbuch.
  • Beim Firmenwagen ziehst du in der EÜR eine Sonderzahlung, die höchstens fünf Jahre Nutzung vorausbezahlt, im Jahr der Zahlung ab; für den Kostendeckel wird sie trotzdem gleichmäßig auf die Laufzeit verteilt.
  • Fährt das Leasingauto zu 50 % oder weniger betrieblich, bleibt es privat, und von der Sonderzahlung zählt je Jahr nur der Anteil der Monate und der betrieblichen Kilometer.
  • Die Vorsteuer aus Leasing und laufenden Kosten teilst du beim Auto nach der Nutzung auf oder ziehst sie voll ab und versteuerst dafür die Privatfahrten.
Illustration: schlichter schwarzer Autoschlüssel auf einem gefalteten leeren Blatt Papier, daneben ein kleiner salbeigrüner Modellbus
Inhalt · 7 Abschnitte
  1. 01Wem der Leasinggegenstand steuerlich gehört
  2. 02Beim Leasingauto entscheidet die Nutzung über die ganze Laufzeit
  3. 03Die Sonderzahlung: einmal abgesetzt, später verteilt
  4. 04Vorsteuer beim Leasingauto: aufteilen oder voll abziehen
  5. 05Ilias und sein Transporter: zwei Jahre in der Anlage EÜR
  6. 06Kamera, Kopierer, Notebook: Leasing ohne Motor
  7. 07Vor der ersten Rate: den Leasingvertrag steuerlich durchgehen

Leasingraten sind für Selbstständige Betriebsausgaben, solange der Leasinggeber steuerlich Eigentümer bleibt. Beim Auto hängt danach fast alles am betrieblichen Anteil. Fährt es über die ganze Laufzeit zu mehr als 50 % betrieblich, zählen Raten und Sonderzahlung voll, die Sonderzahlung im Jahr der Zahlung, und die Privatfahrten kommen als Einnahme dazu. Liegt der Anteil bei 50 % oder darunter, bleibt das Auto privat, und nur der betriebliche Teil der Kosten wird Betriebsausgabe.

Wem der Leasinggegenstand steuerlich gehört

Ob eine Rate Betriebsausgabe ist, hängt daran, wem Auto oder Gerät wirtschaftlich zuzurechnen ist. Die Finanzverwaltung prüft das nach zwei Schreiben des Bundesfinanzministeriums aus den Siebzigerjahren, die das amtliche Einkommensteuer-Handbuch bis heute im Anhang abdruckt:

Vertragstyp
In der Regel bleibt der Leasinggeber Eigentümer, wenn
Grundlage
Raten decken in der unkündbaren Grundmietzeit alle seine Kosten, keine Option
die Grundmietzeit 40 bis 90 % der Nutzungsdauer laut AfA-Tabelle beträgt
BMF vom 19. April 1971
dasselbe mit Kaufoption
zusätzlich der Optionspreis mindestens den linearen Buchwert erreicht oder den niedrigeren gemeinen Wert
BMF vom 19. April 1971
Raten decken seine Kosten nur zum Teil, Grundmietzeit mehr als 40 und höchstens 90 %
er ein Andienungsrecht hat und du keine Option, er mindestens 25 % eines Mehrerlöses behält oder beim kündbaren Vertrag jede Wertsteigerung bekommt
BMF vom 22. Dezember 1975

Wird der Gegenstand dir zugerechnet, aktivierst du ihn und schreibst ihn ab. Von jeder Rate ziehst du dann nur den Zins- und Kostenanteil ab, der Rest tilgt eine Kaufpreisschuld, und das gilt laut Schreiben von 1971 auch bei der EÜR. Ab hier geht es um den Fall, dass der Leasinggeber Eigentümer bleibt.

Beim Leasingauto entscheidet die Nutzung über die ganze Laufzeit

Ein geleastes Auto gehört dir weder rechtlich noch wirtschaftlich, und trotzdem behandelt es das Steuerrecht wie einen Firmenwagen, wenn es zu mehr als 50 % betrieblich fährt. Die 1-%-Regelung gilt ausdrücklich auch für gemietete und geleaste Autos (BMF-Schreiben vom 18. November 2009, Randnummer 1). Welche Seite der Grenze gilt, misst der Bundesfinanzhof an der Nutzung, die du dauerhaft über die Laufzeit beabsichtigst (Urteil vom 12. März 2024, VIII R 1/21). Im entschiedenen Fall fuhr ein Freiberufler im ersten Monat zu 71 % betrieblich, über 36 Monate aber nur zu gut 12 %, und das reichte nicht.

Zwischen 10 und 50 % hast du beim Leasing keine Wahl. Ein gekauftes Auto darfst du in diesem Bereich als gewillkürtes Betriebsvermögen führen (R 4.2 Abs. 1 EStR), ein geleastes nicht, weil es dir nicht gehört. Es bleibt privat, und deine Geschäftsfahrten gehen als Nutzungseinlage in die EÜR.

dauerhaft über 50 % betrieblich
50 % oder weniger
steuerlich
wie ein Firmenwagen
Privatauto
Raten und laufende Kosten
voll, Zeilen 69 bis 71 der Anlage EÜR 2026
betrieblicher Anteil, Zeile 72
Sonderzahlung
voll im Jahr der Zahlung, Zeile 69
je Jahr der Anteil nach Monaten und Kilometern, Zeile 72
Privatfahrten
Einnahme in Zeile 20: 1 % des Listenpreises je Monat oder laut Fahrtenbuch
keine Einnahme
statt der tatsächlichen Kosten
nicht vorgesehen
0,30 € je vollem betrieblich gefahrenem Kilometer

Wie die Pauschale vom Bruttolistenpreis aus rechnet, steht bei der 1-%-Regelung für den Firmenwagen. Den tatsächlichen Privatanteil weist du mit einem ordnungsgemäß geführten Fahrtenbuch nach. Wann sich beim Privatauto die 0,30 € lohnen, zeigen die Fahrtkosten für Selbstständige.

Die Sonderzahlung: einmal abgesetzt, später verteilt

In der EÜR zählt eine Ausgabe im Jahr, in dem du sie zahlst (§ 11 Abs. 2 Satz 1 EStG). Verteilen musst du eine Vorauszahlung für eine Nutzung erst, wenn sie mehr als fünf Jahre im Voraus abdeckt (Satz 3). Die Sonderzahlung für einen Firmenwagen mit drei oder vier Jahren Laufzeit steht also komplett im Zahlungsjahr in Zeile 69.

In den Folgejahren taucht sie trotzdem wieder auf. Der BFH sieht in ihr ein vorausbezahltes Nutzungsentgelt, das die Raten über die ganze Laufzeit mindert, und hat in drei Urteilen eine Verteilung auf diese Laufzeit verlangt oder gebilligt:

Urteil
Situation
Ergebnis
17. Mai 2022, VIII R 26/20
Firmenwagen über 50 %, 1-%-Regelung, EÜR
Für den Kostendeckel wird sie gleichmäßig verteilt, obwohl sie im Zahlungsjahr schon abgezogen wurde.
12. März 2024, VIII R 1/21
Leasingauto, Nutzungseinlage
Je Jahr zählen volle Monate geteilt durch die Laufzeit, mal betriebliche Kilometer geteilt durch alle Kilometer des Jahres, egal wann gezahlt wurde.
21. November 2024, VI R 9/22
Arbeitnehmer, tatsächliche Kosten beruflicher Fahrten
Der VI. Senat gibt seine alte Rechtsprechung auf und verteilt ebenfalls.

Spürbar wird das erste Urteil bei hohem Listenpreis und niedrigen Raten. Der Deckel begrenzt die Pauschale auf die Gesamtkosten des Autos. Beim Leasingauto sind das vor allem die Beträge aus den Zeilen 69 bis 71; Abschreibung und Kreditzinsen, die die Anleitung zur Anlage EÜR 2026 ebenfalls nennt, fallen hier meist nicht an. Der Anteil der Sonderzahlung kommt in jedem Jahr der Laufzeit hinzu, auch wenn er in Zeile 69 nicht mehr vorkommt; so vermerkt es das Einkommensteuer-Handbuch zum BMF-Schreiben von 2009.

Für die Fahrtenbuchmethode beim geleasten Firmenwagen ist keines der drei Urteile ergangen. Wie die Sonderzahlung dort in die Gesamtkosten eingeht, lass dir vor der ersten Jahresabrechnung in einer Steuerkanzlei erklären.

Merke

Beim Firmenwagen steht die Sonderzahlung einmal in Zeile 69, im Jahr der Zahlung. Für den Kostendeckel zählt sie trotzdem Monat für Monat über die ganze Laufzeit.

Vorsteuer beim Leasingauto: aufteilen oder voll abziehen

Fährst du das geleaste Auto auch privat, lässt dir der Umsatzsteuer-Anwendungserlass die Wahl (Abschnitt 15.23 Abs. 7, Stand 2. Juni 2026):

  1. Aufteilen: Die Vorsteuer aus Raten, Sonderzahlung und laufenden Kosten ziehst du nur im Verhältnis der unternehmerischen Fahrten ab. Die Privatfahrten versteuerst du dann nicht.
  2. Voll abziehen: Du holst dir die Vorsteuer aus den Leasingraten und den laufenden Kosten vollständig zurück und versteuerst dafür die Privatfahrten. Rechnest du bei der Einkommensteuer mit der 1-%-Regelung, darfst du von diesem Monatswert ausgehen und 20 % pauschal abziehen; die übrigen 80 % sind der Nettowert, auf den 19 % kommen. Den Listenpreis nimmst du dafür ungekürzt, eine Minderung für Elektroautos gibt es in der Umsatzsteuer nicht. Ohne 1-%-Regelung zählt der Anteil der Privatfahrten an den Kosten, die mit Vorsteuer belastet waren.

Offen lässt der Erlass die Sonderzahlung beim vollen Abzug. Beim Aufteilen nennt er sie ausdrücklich, beim vollen Abzug spricht er nur von Miete bzw. Leasingraten und Unterhaltskosten. Weil die Sonderzahlung ein vorausbezahlter Teil des Leasingentgelts ist, rechnet das Beispiel unten ihre Vorsteuer mit ein. Wörtlich bestätigt das keine Verwaltungsanweisung; geht es bei dir um viel Vorsteuer, lass diese Lesart vor der Voranmeldung von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater prüfen.

Die Vorsteuer aus der Sonderzahlung, ganz oder anteilig, ziehst du ab, sobald die Rechnung vorliegt und du gezahlt hast, auch wenn das Auto erst später kommt; für Zahlungen vor der Leistung erlaubt das § 15 Abs. 1 UStG ausdrücklich. Die Steuer auf die Privatfahrten entsteht mit Ablauf jedes Voranmeldungszeitraums (§ 13 Abs. 1 Nr. 2 UStG). In der EÜR gehört die gezahlte Vorsteuer in Zeile 58 und die Steuer auf die Privatfahrten in Zeile 17; wie beide Beträge durch die EÜR laufen, zeigt EÜR und Umsatzsteuer.

Als Kleinunternehmer entfällt beides. Weil § 19 Abs. 1 UStG deine Umsätze von der Steuer befreit, bekommst du nach § 15 Abs. 2 UStG auch keine Vorsteuer zurück, und laut Anleitung trägst du Raten und Sonderzahlung brutto ein. Umsatzsteuer auf die Privatfahrten zahlst du nicht, der 1-%-Wert für die Einkommensteuer bleibt aber in Zeile 20.

Ilias und sein Transporter: zwei Jahre in der Anlage EÜR

BeispielIlias, Fotograf mit geleastem Transporter in Karlsruhe

Ilias fotografiert Hochzeiten und Firmenfeiern rund um Karlsruhe. Er arbeitet an den Locations seiner Kunden und am Schreibtisch zu Hause; eine erste Betriebsstätte, zu der er pendeln würde, gibt es nicht. Für Licht und Hintergrundrollen least er einen Transporter mit zweiter Sitzreihe, als Pkw zugelassen. Der Kilometervertrag läuft 36 Monate, vom 1. April 2026 bis zum 31. März 2029, ohne Kauf- oder Verlängerungsoption, und der Transporter bleibt beim Leasinggeber. Ilias ist regelbesteuert, meldet vierteljährlich und nimmt den vollen Vorsteuerabzug.

Eckdaten
Bruttolistenpreis bei Erstzulassung mit Sonderausstattung
50.000 €
Sonderzahlung, gezahlt im März 2026
12.000 € plus 2.280 € Umsatzsteuer
Rate ab April 2026
150 € plus 28,50 € Umsatzsteuer
betrieblicher Anteil laut Kalender und Kilometerständen
rund 70 %, so geplant für die ganze Laufzeit

2026, neun Monate mit Transporter:

Zeile der Anlage EÜR 2026
Rechnung
Betrag
69 Leasingkosten
12.000 € + 9 × 150 €
13.350,00 €
70 Steuern, Versicherungen und Maut
Versicherung und Kfz-Steuer
710,00 €
71 sonstige Fahrtkosten
Diesel und Wartung, netto
1.840,00 €
58 Vorsteuer
2.280 € + 9 × 28,50 € + 19 % von 1.840 €
2.886,10 €
20 private Kfz-Nutzung
50.000 € × 1 % × 9 Monate
4.500,00 €
17 Umsatzsteuer auf die Privatfahrten
4.500 € × 80 % × 19 %
684,00 €

Die 2.280 € Vorsteuer aus der Sonderzahlung stehen schon in seiner Voranmeldung für Januar bis März, weil Rechnung und Zahlung im März liegen.

Für den Deckel zählen 2026 die neun Raten mit 1.350 €, die Sonderzahlung mit 9 von 36 Monaten, also 3.000 €, dazu 710 € und 1.840 €. Mit 6.900 € liegen die Kosten über der Pauschale von 4.500 €, gedeckelt wird nichts. Ohne die Umsatzsteuer gerechnet senkt der Transporter Ilias' Gewinn 2026 um 13.350 € + 710 € + 1.840 € − 4.500 € = 11.400 €.

2027 sieht es anders aus. In Zeile 69 stehen nur noch zwölf Raten, 1.800 €. Mit 950 € für Versicherung und Steuer und 2.450 € für Diesel und Wartung kosten die Zeilen 69 bis 71 zusammen 5.200 €, weniger als die Pauschale von 50.000 € × 1 % × 12 = 6.000 €. Rechnete Ilias nur mit diesen Zeilen, würde er die Pauschale auf 5.200 € deckeln. So darf er nicht rechnen: Die Finanzverwaltung zählt den Anteil der Sonderzahlung mit, und der BFH hat ihr 2022 Recht gegeben.

Kostendeckel 2027
Betrag
Zeilen 69 bis 71
5.200 €
Anteil Sonderzahlung, 12.000 € × 12 ÷ 36
4.000 €
Gesamtkosten für den Deckel
9.200 €
Pauschale in Zeile 20
6.000 €

Die Pauschale bleibt unter 9.200 € und gilt voll, 2027 erhöht der Transporter Ilias' Gewinn also um 6.000 € − 5.200 € = 800 €. Die übrigen 5.000 € der Sonderzahlung verteilen sich auf 2028 mit 4.000 € und die drei Monate 2029 mit 1.000 €.

Führe Ilias dauerhaft nur zu 40 % betrieblich, wäre der Transporter privat: Von der Sonderzahlung gingen 2026 nur 12.000 € × 9 ÷ 36 × 40 % = 1.200 € als Nutzungseinlage in Zeile 72, und eine 1-%-Pauschale gäbe es nicht. Wäre er Kleinunternehmer, stünden in Zeile 69 die Bruttobeträge, 14.280 € + 9 × 178,50 € = 15.886,50 €. Die Zeilen 58 und 17 blieben dann leer, Zeile 20 bliebe bei 4.500 €.

SchwellenwerteKostendeckel 2027: mit und ohne Anteil der Sonderzahlung
  • Deckel mit dem Anteil der Sonderzahlung9.200 €
  • Markiert: 1-%-Pauschale 20276.000 €
  • Deckel nur aus Raten, Versicherung, Steuer, Diesel und Wartung5.200 €

Achtung

Gilt dein Transporter für die Kfz-Steuer als Lkw, also als „anderes Kraftfahrzeug“, schließt das BMF die 1-%-Regelung aus (Randnummer 1). Die Privatfahrten zählen dann mit ihren tatsächlichen Selbstkosten, eine Pauschale ohne Aufzeichnungen gibt es für diesen Fall nicht. Frag vor dem Vertrag, wie das Fahrzeug eingestuft ist.

Kamera, Kopierer, Notebook: Leasing ohne Motor

Alles, was kein Fahrzeug ist, hat in der Anlage EÜR 2026 eine eigene Zeile: 48, „Miete/Leasing für bewegliche Wirtschaftsgüter (ohne Kfz)“. Für die Zurechnung zählt die Nutzungsdauer des Geräts laut AfA-Tabelle. Eine Sonderzahlung setzt du im Jahr der Zahlung ab, solange sie höchstens fünf Jahre Nutzung vorausbezahlt (§ 11 Abs. 2 Satz 3 EStG). Anders als beim Auto ist zweierlei:

  • Eine Pauschale für die Privatnutzung gibt es nicht. Nutzt du das geleaste Notebook auch privat, trägst du laut Anleitung nur den betrieblichen Anteil der Rate ein.
  • Bei der Vorsteuer fehlt die Vereinfachung. Gibst du das Gerät am Ende zurück, ist das Leasing umsatzsteuerlich eine sonstige Leistung (UStAE 3.5 Abs. 5), und die teilst du nach der geplanten Verwendung auf (UStAE 15.2c Abs. 2 Satz 1 Nr. 1). Den vollen Abzug gegen Besteuerung der Privatnutzung lässt Abschnitt 15.23 nur für Fahrzeuge zu.

Hast du ein Gewerbe, zählt bei der Gewerbesteuer ein Fünftel der Leasingraten für bewegliches Anlagevermögen zu der Summe nach § 8 Nr. 1 GewStG, in die auch Schuldzinsen eingehen; bei Elektroautos und bestimmten Plug-in-Hybriden ist es bis 2030 nur die Hälfte davon. Hinzugerechnet wird ein Viertel dieser Summe, soweit sie 200.000 € im Jahr übersteigt.

Vor der ersten Rate: den Leasingvertrag steuerlich durchgehen

  1. Kläre anhand von Grundmietzeit und Optionen, wem der Gegenstand steuerlich gehört. Steht es nicht im Vertrag, frag den Leasinggeber.
  2. Schätze beim Auto, wie viel es über die ganze Laufzeit betrieblich fahren wird, und entscheide vorab, wie du das nachweist: Kalender und Kilometerstände oder ein Fahrtenbuch ab dem ersten Tag.
  3. Verlang für die Sonderzahlung eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Leg eine Tabelle an, die sie auf die Monate der Laufzeit verteilt; du brauchst sie für den Kostendeckel oder, beim Privatauto, jedes Jahr für Zeile 72.
  4. Wähl bei der Vorsteuer zwischen Aufteilen und vollem Abzug und rechne beim vollen Abzug die Privatfahrten in jede Voranmeldung ein.
  5. Trag am Jahresende Raten und Sonderzahlung in Zeile 69 oder anteilig in Zeile 72 ein, Geräte in Zeile 48. enno gleicht nachts jede abgebuchte Rate mit ihrem Beleg ab; prüfen und abschicken musst du die EÜR selbst.
  6. Liegt dein Anteil nahe 50 %, führst du für einen geleasten Firmenwagen ein Fahrtenbuch oder ist die Zurechnung unklar, nimm den Vertrag mit zu einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.

Quellen

Die Aussagen in diesem Artikel beruhen auf 17 Quellen, geprüft zum Stand .

Alle 17 Quellen anzeigen

Gesetze und Verordnungen

Finanzverwaltung

Rechtsprechung

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Er gibt die Rechtslage in Deutschland zum Stand wieder und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die Personen in den Beispielen sind erfunden.

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