Gewerbe abmelden: ein Formular beim Amt, ein Jahr Steuern danach
Gewerbe abmelden online oder vor Ort: was es kostet, wer davon erfährt und welche Steuerpflichten danach folgen, vom Aufgabegewinn bis zur letzten Erklärung.
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- Gründung & Formalitäten
- Für
- Selbstständige im laufenden Betrieb
Das Wichtigste in Kürze
- Die Abmeldung gehört auf den Tag der Aufgabe und läuft über den Vordruck GewA 3, vielerorts online; die Gebühr hängt vom Ort ab, in Nordrhein-Westfalen ist die Abmeldung in der Regel gebührenfrei.
- Wer bei der Aufgabe mindestens 55 oder dauernd berufsunfähig ist, kann für den Aufgabegewinn einmal einen Freibetrag von 45.000 Euro beantragen; bei einem Gewinn über 136.000 Euro schmilzt er ab.
- Bei der Umsatzsteuer zählt das letzte Jahr nur bis zum Ende deiner Tätigkeit, und die Erklärung dafür ist einen Monat danach fällig, nicht erst im Sommer darauf.
- Den Aufgabegewinn eines Einzelunternehmers erfasst die Gewerbesteuer nicht, den laufenden Gewinn bis zur Aufgabe und einen Übergangsgewinn aus der EÜR schon.

Inhalt · 8 Abschnitte
- 01Beim Gewerbeamt: der Vordruck GewA 3
- 02Wann was fällig wird: vom letzten Arbeitstag bis zur Aufbewahrung
- 03Der Aufgabegewinn und wann er steuerfrei bleibt
- 04Umsatzsteuer: das kürzere letzte Jahr
- 05Gewerbesteuer, Vorauszahlungen und Kammern
- 06Aufbewahren nach dem letzten Arbeitstag
- 07Emilios letzte Saison: Aufgabegewinn und Kalender
- 08Vor dem letzten Öffnungstag: fünf Schritte zum sauberen Abschluss
Dein Gewerbe meldest du an dem Tag ab, an dem du den Betrieb aufgibst, beim Gewerbeamt deiner Gemeinde und vielerorts online. Das ist ein Formular, und es kostet je nach Ort nichts oder eine kleine Gebühr. Steuerlich läuft das letzte Jahr danach weiter: mit Voranmeldungen, mit einer Umsatzsteuererklärung, die schon einen Monat nach dem Ende deiner Tätigkeit fällig ist, und im Jahr darauf mit der Einkommensteuererklärung samt Aufgabegewinn.
Beim Gewerbeamt: der Vordruck GewA 3
Die Aufgabe eines Betriebs zeigst du der zuständigen Behörde gleichzeitig an (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 GewO), mit dem bundesweiten Vordruck Gewerbe-Abmeldung, kurz GewA 3 (§ 1 Nr. 3 GewAnzV). Er fragt unter anderem nach Datum und Grund der Aufgabe. Wuppertal zum Beispiel nimmt Abmeldungen über sein Serviceportal an. Innerhalb von drei Tagen bescheinigt dir das Amt den Empfang (§ 15 Abs. 1 GewO). Heb die Bescheinigung auf.
Was die Abmeldung kostet, hängt vom Ort ab. In Stuttgart sind es 38 Euro, in Bremen nichts, und in Nordrhein-Westfalen ist sie laut Wirtschafts-Service-Portal des Landes in der Regel gebührenfrei. Steht die Aufgabe fest und meldest du trotzdem nicht ab, kann das Amt dich nach angemessener Zeit von Amts wegen abmelden (§ 14 Abs. 1 Satz 4 GewO). Für die versäumte Anzeige droht außerdem eine Geldbuße bis 1.000 Euro (§ 146 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 3 GewO).
Ziehst du mit dem Betrieb in den Bezirk eines anderen Gewerbeamts, meldest du nur am neuen Ort an; das neue Amt gibt die Abmeldung an das alte weiter (§ 14 Abs. 1 Satz 3 GewO). Was ein Umzug sonst auslöst, erklärt Gewerbe ummelden. Eine Saisonpause beendet den Betrieb steuerlich nicht: Unterbrichst du ihn nur, gilt er erst als aufgegeben, wenn du das dem Finanzamt ausdrücklich erklärst oder das Finanzamt Tatsachen erfährt, aus denen sich die Aufgabe ergibt (§ 16 Abs. 3b EStG).
Aus deiner Anzeige gehen Daten regelmäßig an Finanzamt, IHK und Handwerkskammer, über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung an die Berufsgenossenschaft und an die Lebensmittelaufsicht (§ 14 Abs. 8 GewO). Einige Meldungen bleiben trotzdem bei dir.
Wann was fällig wird: vom letzten Arbeitstag bis zur Aufbewahrung
Wann | Was | Vorschrift |
|---|---|---|
am Tag der Aufgabe | Gewerbe abmelden | § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 GewO |
unverzüglich | bei zulassungsfreiem Handwerk oder handwerksähnlichem Gewerbe das Ende selbst der Handwerkskammer anzeigen | § 18 Abs. 1 HwO |
mit der nächsten Entgeltabrechnung, spätestens nach sechs Wochen | Beschäftigte abmelden, Minijobs bei der Minijob-Zentrale; Lohnnachweis an die Berufsgenossenschaft, nicht erst im Februar | § 28a SGB IV mit § 8 DEÜV, § 28i SGB IV; § 99 Abs. 4 SGB IV |
binnen eines Monats nach der Außerbetriebnahme | elektronische Kasse beim Finanzamt abmelden | § 146a Abs. 4 AO |
am 10. nach jedem Voranmeldungszeitraum, bis alles abgewickelt ist | Umsatzsteuer-Voranmeldungen | § 18 Abs. 1 UStG |
binnen eines Monats nach dem Ende des verkürzten Zeitraums | Umsatzsteuererklärung für das letzte Jahr | § 16 Abs. 3, § 18 Abs. 3 Satz 2 UStG |
31. Juli des Folgejahres, mit Kanzlei später | Einkommensteuererklärung mit EÜR und Aufgabegewinn, gegebenenfalls Gewerbesteuererklärung | § 149 Abs. 2 und 3 AO |
acht bzw. zehn Jahre | Belege, Bücher und Aufzeichnungen aufbewahren | § 147 Abs. 3 und 4 AO |
Der Aufgabegewinn und wann er steuerfrei bleibt
Die Aufgabe eines Gewerbebetriebs gilt einkommensteuerlich als Veräußerung (§ 16 Abs. 3 Satz 1 EStG). Sie liegt vor, wenn du beschlossen hast aufzuhören und daraufhin alle wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang innerhalb kurzer Zeit verkaufst oder ins Privatvermögen übernimmst (BFH, Urteil vom 18. Juli 2018, X R 36/17). Für den Gewinn zählt beim Verkauften der erzielte Preis, beim Behaltenen der gemeine Wert am Aufgabetag (§ 16 Abs. 3 Sätze 7 und 8 EStG), also der Betrag, der sich im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielen ließe (§ 9 Abs. 2 BewG). Davon ziehst du die Aufgabekosten und den Wert des Betriebsvermögens ab, ermittelt nach Bilanzregeln (§ 16 Abs. 2 EStG). Bei Maschinen und Einrichtung ist das der Restbuchwert aus dem Anlagenverzeichnis. Gewinn entsteht also dort, wo ein Gegenstand mehr bringt oder mehr wert ist, als in den Büchern steht.
Entlastung | Voraussetzung | Wirkung |
|---|---|---|
Freibetrag, § 16 Abs. 4 EStG | bei der Aufgabe 55. Lebensjahr vollendet oder im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig; Antrag; nur einmal | 45.000 € bleiben steuerfrei; der Freibetrag sinkt um jeden Euro Gewinn über 136.000 € und ist bei 181.000 € aufgebraucht |
Fünftelregelung, § 34 Abs. 1 EStG | keine Altersgrenze | Die Steuer auf den Gewinn beträgt das Fünffache der Mehrsteuer, die ein Fünftel davon auslösen würde. |
ermäßigter Steuersatz, § 34 Abs. 3 EStG | Alter oder Berufsunfähigkeit wie beim Freibetrag; Antrag; einmal im Leben; bis 5 Millionen € | 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes, mindestens 14 % |
Den Freibetrag bekommst du nur für einen einzigen Veräußerungs- oder Aufgabegewinn (§ 16 Abs. 4 Satz 2 EStG; BFH, Urteil vom 27. Oktober 2015, X R 44/13). Nutzt du ihn für einen kleinen Gewinn, ist der Rest weg. Ob sich das in deinem Fall lohnt, rechnet dir eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater durch.
Merke
Begünstigt ist nur der Aufgabegewinn: Erlöse plus gemeiner Wert des Behaltenen, minus Aufgabekosten und Buchwerte. Den laufenden Gewinn bis zum Aufgabetag versteuerst du wie in jedem anderen Jahr.
Mit EÜR: zum Aufgabetag wechselst du zur Bilanz
Weil § 16 Abs. 2 Satz 2 EStG den Wert des Betriebsvermögens nach § 4 Abs. 1 verlangt, geht auch, wer bisher eine EÜR gemacht hat, zum Aufgabetag zum Bestandsvergleich über (BFH, Urteil vom 11. April 2013, III R 32/12). Du rechnest so, als hättest du immer bilanziert: Offene Kundenrechnungen kommen hinzu, eigene unbezahlte Rechnungen gehen ab, damit kein Vorgang doppelt oder gar nicht erfasst wird (BFH, Urteil vom 22. November 2011, VIII R 5/08). Dieser Übergangsgewinn zählt zum laufenden Gewinn des letzten Jahres, nicht zum begünstigten Aufgabegewinn (III R 32/12). In der Anlage EÜR 2026 trägst du in Zeile 10 eine 1 für die Aufgabe ein und den Übergangsgewinn oder -verlust in Zeile 90, erläutert auf einem gesonderten Blatt; die Anleitung verlangt dafür eine Schlussbilanz.
Umsatzsteuer: das kürzere letzte Jahr
Das Abmeldedatum spielt für die Umsatzsteuer keine Rolle. Nach dem Anwendungserlass endet die Unternehmereigenschaft erst, wenn alle Rechtsbeziehungen aus dem Betrieb abgewickelt sind; spätere Verkäufe von Betriebsgegenständen und nachträglich eingehende Entgelte zählen noch dazu (UStAE 2.6 Abs. 6). Für die Jahreserklärung tritt der Teil des Jahres, in dem du tätig warst, an die Stelle des Kalenderjahres (§ 16 Abs. 3 UStG), und du übermittelst sie binnen eines Monats nach dessen Ende (§ 18 Abs. 3 Satz 2 UStG). An welchem Tag dieser Teil endet, schreiben weder Gesetz noch Anwendungserlass. Wir lesen beide Stellen zusammen: Der Teil endet mit der letzten Abwicklung, etwa der letzten Zahlung. Welchen Tag dein Finanzamt ansetzt, fragst du im Zweifel vorher dort nach. Aufbau und Abschnitte der Erklärung zeigt der Beitrag zur Umsatzsteuer-Jahreserklärung.
Verkaufst du Maschinen oder Möbel, berechnest du darauf Umsatzsteuer wie auf jeden Umsatz. Was du mit nach Hause nimmst, ist eine Entnahme und wird wie eine Lieferung besteuert, wenn der Gegenstand zum Vorsteuerabzug berechtigt hat (§ 3 Abs. 1b UStG). Bemessungsgrundlage ist der Einkaufspreis eines gleichartigen Gegenstands zu diesem Zeitpunkt (§ 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG), in der Regel der Wiederbeschaffungspreis (UStAE 10.6 Abs. 1). Die Steuer darauf mindert deinen Gewinn nicht (§ 12 Nr. 3 EStG).
Achtung
Die letzte Umsatzsteuererklärung ist nicht im Sommer des Folgejahres fällig, sondern einen Monat nach dem Ende des verkürzten Zeitraums. Wer wie gewohnt wartet, riskiert einen Verspätungszuschlag (§ 152 Abs. 1 AO).
Gewerbesteuer, Vorauszahlungen und Kammern
Veräußerungs- und Aufgabegewinne zählt das Gewerbesteuergesetz nur bei Personengesellschaften und KGaA zum Gewerbeertrag, und dort nur, soweit sie nicht auf unmittelbar beteiligte natürliche Personen entfallen (§ 7 Satz 2 GewStG). Beim Einzelunternehmer bleibt der Aufgabegewinn deshalb gewerbesteuerfrei, ein Übergangsgewinn aber gehört zum laufenden Gewerbeertrag (BFH, Urteil vom 30. Juli 2025, X R 29/21). Der laufende Gewinn bis zur Aufgabe zählt wie immer. Die Gewerbesteuererklärung für das letzte Jahr ist Pflicht, wenn der Gewerbeertrag 24.500 Euro übersteigt oder das Finanzamt sie anfordert (§ 25 Abs. 1 Nr. 1 und 7 GewStDV).
Vorauszahlungen bleiben fällig, bis ein neuer Bescheid kommt. Das Finanzamt kann sie an die voraussichtliche Einkommensteuer anpassen (§ 37 Abs. 3 EStG) und für die Gewerbesteuer einen voraussichtlichen Messbetrag festsetzen, an den die Gemeinde gebunden ist (§ 19 Abs. 3 GewStG). Wie du das mit einer Prognose anstößt, steht unter Steuervorauszahlung herabsetzen.
Die IHK-Zugehörigkeit (§ 2 Abs. 1 IHKG) endet bei Einzelunternehmen nach Auskunft der Bergischen IHK mit der tatsächlichen Einstellung; der Beitrag entfällt ab dem Folgejahr, Bescheide für frühere Jahre können noch kommen. Ein zulassungsfreies Handwerk oder handwerksähnliches Gewerbe meldest du zusätzlich selbst bei der Handwerkskammer ab (§ 18 Abs. 1 HwO).
Aufbewahren nach dem letzten Arbeitstag
Belege hebst du acht Jahre auf, Bücher und Aufzeichnungen zehn, gezählt ab dem Ende des Jahres, in dem der Beleg entstand oder du zuletzt etwas eingetragen hast, und länger, solange eine Festsetzungsfrist offen ist (§ 147 Abs. 3 und 4 AO). In einer Außenprüfung kann das Finanzamt Einsicht in deine Daten oder eine maschinell auswertbare Datei verlangen (§ 147 Abs. 6 AO). Exportiere Buchhaltung und Kassendaten deshalb, bevor du Abos kündigst. Die Stichtage rechnet Belege aufbewahren vor.
Emilios letzte Saison: Aufgabegewinn und Kalender
BeispielEmilio, Eisdiele in Wuppertal
Emilio, 58, betreibt als Einzelunternehmer mit EÜR eine Eisdiele in Wuppertal. Sein Eis macht er selbst und steht deshalb als handwerksähnliches Gewerbe im Verzeichnis der Handwerkskammer (Anlage B Abschnitt 2 Nr. 42 HwO). Bisher hat er jeden Winter geschlossen, diesmal hört er auf. Die Umsatzsteuer meldet er monatlich, weil sie 2025 über 9.000 Euro lag (§ 18 Abs. 2 Satz 2 UStG), und seine Erklärungen macht er selbst. Alle Beträge sind Beispielwerte.
Die Nachmieterin kauft ihm Softeismaschine und Eisvitrine ab. Die Tiefkühltruhe, 2023 für 690 Euro netto mit Vorsteuerabzug gekauft und als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort abgeschrieben, nimmt Emilio mit. Eine gleichartige gebrauchte Truhe kostet im Handel rund 350 Euro netto; diesen Betrag setzt er als gemeinen Wert und als Einkaufspreis für die Umsatzsteuer an. Ein Elektriker klemmt die Geräte für 200 Euro netto ab.
Posten | Betrag |
|---|---|
Softeismaschine, Verkaufspreis netto | 5.500 € |
Eisvitrine, Verkaufspreis netto | 3.000 € |
Tiefkühltruhe, gemeiner Wert | 350 € |
Elektriker | −200 € |
Restbuchwert Softeismaschine | −3.000 € |
Restbuchwert Eisvitrine | −1.400 € |
Restbuchwert Tiefkühltruhe | 0 € |
Aufgabegewinn | 4.250 € |
5.500 + 3.000 + 350 = 8.850 €; abzüglich 200 € Kosten und 4.400 € Buchwerte bleiben 4.250 €. Emilio hat den Freibetrag nie genutzt und plant kein neues Unternehmen, also beantragt er ihn. Die 4.250 € bleiben steuerfrei, die übrigen 40.750 € des Freibetrags verfallen. Gewerbesteuer fällt auf den Aufgabegewinn nicht an.
Kunden haben bar und mit Karte bezahlt. Von der Umsatzsteuer abgesehen ist am Aufgabetag nur die Schlussabrechnung der Stadtwerke offen, eine Nachzahlung von 380 € netto. Im Übergang zur Bilanz mindert sie den laufenden Gewinn 2026 und steht in Zeile 90 der Anlage EÜR.
In die Oktober-Voranmeldung kommen neben der Steuer auf das Eis 19 % auf 8.500 € aus dem Maschinenverkauf, also 1.615 €, und 19 % auf 350 € für die Truhe, also 66,50 €. Ab gehen 38 € Vorsteuer aus der Elektrikerrechnung, bleiben 1.643,50 € zusätzlich. Die 66,50 € darf Emilio nicht als Betriebsausgabe abziehen.
Datum | Schritt | Grundlage |
|---|---|---|
So, 18. Oktober 2026 | letzter Verkaufstag; die zwei Minijobs enden und werden mit der Oktober-Abrechnung abgemeldet | § 8 DEÜV |
Di, 20. Oktober | Maschine und Vitrine verkauft, Rechnung mit 19 % | § 16 Abs. 3 Satz 7 EStG, § 12 Abs. 1 UStG |
Fr, 30. Oktober | Truhe nach Hause, Kasse außer Betrieb, Abmeldung online, Mitteilung an die Handwerkskammer | § 14 Abs. 1 GewO, § 18 Abs. 1 HwO |
Di, 10. November | Voranmeldung Oktober; Antrag, die Vorauszahlungen ab 2027 herabzusetzen | § 18 Abs. 1 UStG, § 37 Abs. 3 EStG, § 19 Abs. 3 GewStG |
Fr, 27. November | Stadtwerke bezahlt, nichts mehr offen | UStAE 2.6 Abs. 6 |
bis Mo, 30. November | Kasse beim Finanzamt abmelden | § 146a Abs. 4 AO |
bis Do, 10. Dezember | Voranmeldung November mit 72,20 € Vorsteuer aus der Stromrechnung | § 18 Abs. 1 UStG |
bis Mo, 28. Dezember | Umsatzsteuererklärung 2026, nach unserer Auslegung einen Monat nach dem 27. November, der 27. Dezember ist ein Sonntag | § 18 Abs. 3 Satz 2 UStG, § 108 Abs. 3 AO |
bis Mo, 2. August 2027 | Einkommensteuererklärung 2026 mit Anlage EÜR (Zeilen 10 und 90) und Anlage G samt Antrag auf den Freibetrag; Gewerbesteuererklärung, da sein Gewerbeertrag 24.500 € übersteigt. Der 31. Juli ist ein Samstag. | §§ 108, 149 AO |
1. Januar 2035 | frühester Tag, an dem die Belege aus 2026 weg dürfen; Aufzeichnungen aus 2026 erst 2037 | § 147 AO |
- 19 % auf 8.500 € aus dem Maschinenverkauf1.615,00 €
- plus 19 % auf 350 € für die mitgenommene Truhe66,50 €
- minus Vorsteuer aus der Elektrikerrechnung38,00 €
- ergibt zusätzlich in der Oktober-Voranmeldung1.643,50 €
Vor dem letzten Öffnungstag: fünf Schritte zum sauberen Abschluss
- Leg den Aufgabetag fest und plane Verkauf und Mitnahme aller wesentlichen Betriebsgrundlagen in ein kurzes Zeitfenster.
- Hol für alles, was du behältst, Vergleichsangebote ein und leg sie zu den Unterlagen. Sie stützen den gemeinen Wert und die Bemessungsgrundlage der Entnahme.
- Melde am Aufgabetag ab, bei zulassungsfreiem Handwerk oder handwerksähnlichem Gewerbe auch bei der Handwerkskammer, und trag die Fristen für Kasse, Beschäftigte und Voranmeldungen sofort ein.
- Liste zum Stichtag alle offenen Rechnungen auf, deine und die deiner Lieferanten. Daraus ergibt sich der Übergangsgewinn, und die letzte Zahlung zeigt, wann die Abwicklung endet.
- Beantrage niedrigere Vorauszahlungen, exportiere deine Daten und lass vor der Erklärung durchrechnen, ob du Freibetrag und ermäßigten Satz jetzt nutzt. Für das letzte Jahr sortiert enno nachts Bank und Belege und bereitet Voranmeldungen und EÜR mit Quellen vor; ob alles stimmt, prüfst du, bevor du selbst übermittelst.
Quellen
Die Aussagen in diesem Artikel beruhen auf 50 Quellen, geprüft zum Stand .
Alle 50 Quellen anzeigen
Gesetze und Verordnungen
- § 108 AO
- § 146a AO
- § 147 AO
- § 149 AO
- § 152 AO
- § 355 AO
- Anlage B HwO
- § 9 BewG
- § 8 DEÜV
- § 6 EStG
- § 10d EStG
- § 12 EStG
- § 16 EStG
- § 34 EStG
- § 37 EStG
- § 1 GewAnzV
- § 2 GewAnzV
- Anlage 3 GewAnzV: Vordruck Gewerbe-Abmeldung (GewA 3)
- § 14 GewO
- § 15 GewO
- § 146 GewO
- § 25 GewStDV
- § 7 GewStG
- § 19 GewStG
- § 18 HwO
- § 19 HwO
- § 2 IHKG
- § 28a SGB IV
- § 28i SGB IV
- § 99 SGB IV
- § 3 UStG
- § 10 UStG
- § 12 UStG
- § 15a UStG
- § 16 UStG
- § 18 UStG
- AVerwGebO NRW, Tarifstelle 12 (Allgemeiner Gebührentarif)
Finanzverwaltung
Rechtsprechung
Behörden, Kammern und Portale
Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne des StBerG. Er gibt die Rechtslage in Deutschland zum Stand wieder und ersetzt nicht die Prüfung deines Einzelfalls durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Die Personen in den Beispielen sind erfunden.
Buchhaltung sollte nicht deine freien Abende kosten.
Bank, Belege und Fristen an einem Ort, jede Nacht abgeglichen. UStVA und EÜR vorbereitet, jede Zahl mit Quelle. enno bereitet vor, du prüfst und übermittelst selbst.
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